2026-06-29

🎁 Gratis E-Books: "Skulpturen-Projekte in Münster": Band 1-5

Rund 50 Jahre "Skulptur Projekte Münster" laden dazu ein, Münster und seine Skulpturen persönlich zu besuchen. 

Wer gerade nicht in der Nähe ist, kann sich mit den folgenden gratis E-Books eine digitale Begehung ermöglichen:

Alle oben gelisteten "Skulpturen-Projekte in Münster"-Bände (PDF) sind auch als englischsprachige Editionen verfügbar.

Der aktuelle Sammelband vereint alle Bände (Band 1-5) in einem einzigen E-Book (PDF, ca. 87MB): 

2026-06-25

🏛️ Gefahr für Verlage und Autor*innen: Echte Rückwirkung bei Pflichtexemplaren für Deutsche Nationalbibliothek oder Landesbibliothek

Bücher mit vielen, vielen Fotos, z. B. aus Thailand oder von Elefanten in Namibia, und die kleine Schätz-Frage an Sie: Wie viele Exemplare solcher Bücher müssen z. B. Verlage, Publizist*innen und Autor*innen auf eigene Kosten bei der Deutsche Nationalbibliothek und bei der zuständigen Landesbibliothek abliefern? Schätzen Sie einfach nach Bauchgefühl: 

Wie viele Pflichtexemplare müssen abgeliefert werden?

Haben Sie Ihre Schätzung im Sinn? 

Wie auch immer Ihre Schätzung lautet, sie lautet vermutlich nicht "das weiß man nie so genau" bzw. "das kann sich jederzeit rückwirkend ändern" oder "das erfährt dann man irgendwann". Eine plötzlich sich rückwirkend ändernde Anzahl an Pflichtexemplaren, ist jedoch genau die komplexe Antwort, mit der ich als Autor und Publizist schon wiederholt konfrontiert wurde. Wie kann das sein?

Die Deutsche Nationalbibliothek ändert und aktualisiert z. B. gelegentlich ihre Sammelrichtlinie, ein*e Mitarbeiter*in einer Landesbibliothek legt eine Richtlinie neu aus oder es gibt ein neues Gesetz: Die Möglichkeiten, die zu einer Änderung der abzuliefernden Pflichtexemplaranzahl führen können, sind zahlreich und die obige Aufzählung ist nicht abschließend. 

Ein besonderes verwunderliches Beispiel: Sogenannte "Bücher mit Verbrauchscharakter", z. B. Malbücher, müssen bei der Deutschen Nationalbibliothek (DNB) nicht abgeliefert werden. Dazu zählt neuerdings auch wieder unsere Ausmalgeschichte "Egbert wird rot". Nachdem die Deutsche Nationalbibliothek die Geschichte zunächst ab 2009 jahrelang als Malbuch ohne Ablieferungspflicht bewertete und die laufende Projektkalkulation entsprechend kein Pflichtexemplar-Budget vorsah, änderte die DNB ihre Bewertung plötzlich von "Malbuch" zu "Kinderbuch" (weil das Buch einen Text und eine Geschichte habe und daher kein Malbuch sei) und forderte gedruckte Pflichtexemplare aller Editionen in allen Sprachen explizit unter telefonischer Bußgeldandrohung per Dauerverwaltungsakt an. 

Über 500 angeforderte Pflichtexemplare von "Egbert wird rot", darunter viele zweisprachige Editionen in über 100 Sprachen und Dialekten, wurden in der Folge tatsächlich in der Deutschen Nationalbibliothek an den Standorten Leipzig und Frankfurt erschlossen und katalogisiert, danach nahm eine Mitarbeiterin der DNB plötzlich rückwirkend eine erneute Neubewertung vor und erkannte in den über 200 neusten Pflichtexemplaren, die bereits bestellt, gedruckt und geliefert bei ihr auf dem Schreibtisch lagen, plötzlich nicht mehr "Kinderbücher", sondern wieder nur "Malbücher" bzw. "Bücher mit Verbrauchscharakter" (weil man die Bücher ja sogar kostenlos selbst als PDF mehrfach drucken dürfe), die sie gar nicht bearbeiten muss und die rückwirkend nicht mehr gesammelt werden und die daher ab sofort auch zukünftig nicht mehr gedruckt ablieferungspflichtig sind.  

Für die ca. 1.000 Euro Bearbeitungs-, Druck- und Versandkosten für die neusten über 200 Pflichtexemplare von "Egbert wird rot", die die Deutsche Nationalbibliothek erst per Dauer-Verwaltungsakt explizit bestellt und dann weggeworfen hatte, wollte die Deutsche Nationalbibliothek nicht aufkommen. Da alle Verlage und Autor*innen zwar gesetzlich zur Ablieferung verpflichtet sind, die DNB jedoch nicht gesetzlich zur Aufnahme von Pflichtexemplaren in den Katalog verpflichtet ist, können theoretisch jedes Jahr zigtausende Pflichtexemplare einfach im Müll landen, so wie die über 200 Pflichtexemplare von "Egbert wird rot". Es lohnt sich daher, jedes Mal vor einer größeren Pflichtexemplarsendung mit der zuständigen Person kurz Rücksprache zu halten, ob sich am Regelwerk oder an der Bewertung der Bücher oder des Sachverhalts etwas geändert hat. In der Regel wird man unbürokratisch von der Ablieferungspflicht befreit, wenn die Pflichtexemplare bei Ablieferung sowieso nur in der Papiertonne landen würden.

Das obige Beispiel zeigt deutlich, dass eine Entscheidungsänderung der DNB nicht bedeutet, dass die neue Bewertung verlässlich Bestand haben wird (oder das die Landesbibliothek zu einer ähnlichen Einschätzung kommt). Es ist immer jederzeit auch wieder das Gegenteil möglich. Insgesamt haben mich die unerwarteten Meinungsumschwünge der DNB allein bezüglich des "Egbert wird rot"-Buchprojekts etliche tausend Euro gekostet und das Projekt wurde bei den noch zu realisierenden über 10.000 Sprachkombinationen zunächst komplett auf E-Books umgestellt (bei denen keine gedruckten Pflichtexemplare angefordert werden können), bevor das Projekt dann aufgrund der unkalkulierbaren Risiken bzgl. der Pflichtexemplarkosten dauerhaft ganz eingestellt wurde. 

Die Kosten für über 20.000 Pflichtexemplare (zwei Exemplare pro Edition) für die restlichen über 10.000 Editionen hätten bei einer plötzlichen Neuentscheidung der DNB und der Landesbibliothek (ggf. weitere 10.000 Pflichtexemplare) bei weit über 100.000 Euro gelegen (ohne zu berücksichtigen, dass die steigenden Papier- und Energiekosten diese Kosten jederzeit auf ein Vielfaches weiter nach oben hätten drücken können).

Dieser Blogpost ist keine Rechtsberatung, sondern ein Erfahrungsbericht, daher berichte ich hier nur exemplarisch von einigen meiner persönlichen Erfahrungen, die vielleicht als vage Inspiration (oder warnende Beispiele) dienen können. Sowohl bei der Deutschen Nationalbibliothek, wie auch einer Landesbibliothek gab es erfreulicherweise schon mehrfach schnelle und friedliche Klärungen: Bei sogenannter "echter", belastender Rückwirkung, z. B., wenn die Landesbibliothek erst jahrelang Kinderbücher explizit überhaupt nicht sammeln will und dann eine neue Mitarbeiterin nachträglich doch plötzlich eine Ablieferung aller über 50.000 Kinderbücher in über 200 Sprachen und Dialekten der vergangenen Jahrzehnte fordert (überraschende, potenzielle, nicht erwartete Belastung durch Kosten für Druck, Bearbeitung, Versand, Porto, Ablieferung etc. in diesem realen Beispiel: insgesamt weit über 100.000 Euro), hilft oft sehr schnell ein höflicher Hinweis auf das Rechtsstaatsprinzip, das u. a. aus Art. 20 Abs. 3 GG hergeleitet wird und das eine solche "echte", belastende Rückwirkung in den meisten Fällen verbietet. Belastende Neuregelungen für die Zukunft sind hingegen meist zulässig und müssen gerade bei langjährigen, vielsprachigen Buchprojekten mit vielen zweisprachigen Editionen, wie z. B. "Egbert wird rot" oder "Bin ich klein?", als Kosten- und Risikofaktor unbedingt berücksichtigt werden.

Zum besseren Verständnis noch ein letztes Beispiel: Als die Deutsche Nationalbibliothek (DNB) vor einigen Jahren die Sammelrichtlinie aktualisierte, rief mich eine freundliche Mitarbeiterin an und war völlig überzeugt, dass ich jetzt auch für die Vergangenheit für alle bisher mit einem Pflichtexemplar in der Sammlung vertretenen Bücher (gem. der alten Sammelrichtlinie musste für bestimmte Bücher nur ein gedrucktes Exemplar abgeliefert werden) ein weiteres Exemplar auf meine Kosten nachliefern müsse. Nach einem freundlichen Hinweis auf das Verbot belastender Rückwirkung hielt die Mitarbeiterin dankenswerterweise Rücksprache mit dem Justiziariat der DNB, erkannte das Missverständnis und die Sache war zur Zufriedenheit aller schnell erledigt.

So wünscht man sich den Rechtsstaat: Mitarbeiter*innen bei Bundes- und Landesbehörden, die bereit sind, eigene Missverständnisse zu erkennen und sich dann an die geltenden Gesetze zu halten! Meistens scheint hinter solchen Missverständnissen nach meiner Erfahrung primär lobenswertes Engagement und der gute Wille zu stecken, eine möglichst vollständige Sammlung aufzubauen und das kulturelle Erbe Deutschlands zu bewahren. Und davon profitieren wir schließlich alle!

Herzlichen Dank an die Deutsche Nationalbibliothek und die Landesbibliothek für die jahrzehntelange, erfolgreiche Zusammenarbeit!

  

2026-06-08

🔬 Gedankenexperiment: "Zeitscheibentorte"


Dieses Gedankenexperiment ("Zeitscheibentorte") knüpft lose an das Gedankenexperiment zum Thema "Ambivalenz & Wahrnehmungsebenen" an. Während es in dem vorangegangenen Gedankenexperiment um verschiedene innere Reaktionen und Zustände während eines bestimmten Ereignisses ging, liegt der Fokus beim Gedankenexperiment "Zeitscheibentorte" auf der Modellierung der Wahrnehmung zu verschiedenen Zeitpunkten durch verschiedene Bewusstseine (ja, es gibt wirklich einen Plural des Wortes "Bewusstsein" und der Plural lautet "Bewusstseine"). 

Die obige Illustration, die mit Unterstützung von Gemini erstellt wurde, kann beim Verständnis dieses Gedankenexperiments und der Modellierung helfen. Als Grundlage dienen die folgenden Konzepte: 

Zeitpunkte (horizontal)

Ein horizontaler Zeitpunkt bezeichnet ein einziges Bewusstsein, das das eigene „Jetzt“ zu einem bestimmten Zeitpunkt (z. B.: Zeitpunkt T1 oder T2, siehe unten) erlebt.  

Beispiel: T1: Zeitpunkt 1 (horizontal): Jeweils ein einziges Bewusstsein, das sein persönliches „Jetzt“ in einem bestimmten Moment wahrnimmt, z. B. DU oder ICH (siehe Illustration). T2: Zeitpunkt 2 (horizontal): Dasselbe Bewusstsein, das sich metaphorisch von Zeitpunkt 1 zu Zeitpunkt 2 bewegt und das „nächste“ "Jetzt" wahrnimmt, z. B. DU oder ICH (siehe Illustration). 

Zeitpunkte (vertikal)

Ein vertikaler Zeitpunkt bezieht sich auf ein bestimmtes, anderes, einziges Bewusstsein, das das „Jetzt“ zu einem bestimmten Zeitpunkt (z. B.: Zeitpunkt T1 oder T2, siehe unten) erlebt.  

Beispiel: T1: Zeitpunkt 1 (vertikal): Ein weiteres Bewusstsein, das das „Jetzt“ von Zeitpunkt 1 wahrnimmt, z. B.  ICH (siehe Illustration). T2: Zeitpunkt 2 (vertikal): Ein weiteres Bewusstsein, das sich von Zeitpunkt T1 zu Zeitpunkt T2 bewegt und das „nächste“ "Jetzt" wahrnimmt, z. B. DU oder ICH (siehe Illustration). 

Hinweis: Die Modellierung der Zeitpunkte als horizontal und vertikal ergibt sich natürlich aus der beabsichtigten Folgemodellierung von Zeitlinien und Zeitebenen mit vielen Bewusstseinen und ist ein wenig relativ, da ein vertikaler Zeitpunkt natürlich nur in Bezug auf einen anderen, horizontalen Zeitpunkt (und ein anderes Bewusstsein) als vertikal modelliert werden kann. Man könnte alternativ auch direkt das Bewusstsein für die Modellierung und Benennung benutzen, also z. B. T1 (DU) im Unterschied zu T1 (ICH).

Zeitlinien (horizontal)

Die Bezeichnung "horizontale Zeitlinie" beschreibt das ganz normale Erleben der Zeit, also der Abfolge horizontaler Zeitpunkte (siehe oben), durch ein einziges Bewusstsein, z. B. DU oder ICH (siehe Illustration). 

Beispiel: Zeitlinie (horizontal) 1: Ein Bewusstsein, das sich von Jetzt zu Jetzt bewegt und wahrnimmt, z. B. T1 zu T2, also von "Jetzt" bis "Jetzt" bzw. von "Jetzt" zu "Jetzt" bzw. von Zeitpunkt 1 (horizontal) zu Zeitpunkt 2 (horizontal): Das Bewusstsein bewegt sich von Zeitpunkt T1 zu Zeitpunkt T2 (und danach zu T3 usw.) und nimmt dort das „nächste“ "Jetzt" wahr (siehe Illustration). 

Abgrenzung: Im allgemeinen Sprachgebrauch umfasst eine Zeitlinie in der Regel pauschal das Erleben und die Summe aller beteiligten Bewusstseine über einen gewissen Zeitraum hinweg - siehe Illiustration: In dem blauen, röhrenartigen Zeittunnel sind verschiedene Bewusstseine angedeutet, die jedoch nicht gut einzeln adressiert oder individuell modelliert werden können. Das Gedankenexperiment möchte hier mehr Klarheit und Unterscheidbarkeit modellieren. Daher wird explizit für jedes Bewusstsein eine individuelle, eigene horizontale Zeitlinie modelliert - siehe Illustration: Zwei exemplarischen Zeitlinien sind unter dem pauschalen Zeittunnel abgebildet: DU & ICH haben so jeweils eine eigene Zeitlinie. Diese horizontalen Zeitlinien der Bewusstseine sind bei dieser Modellierung vertikal übereinander angeordnet modelliert, so dass sich daraus insgesamt eine Art sagittaler Zeitebene ergibt, die alle Bewusstseine umfasst. Diese sagittale Zeitebene der horizontalen Zeitlinien der verschiedenen Bewusstseine enspricht somit im Ergebnis der Zeitlinie des allgemeinen Sprachgebrauchs.

Zeitlinie (vertikal)

Als "vertikale Zeitlinie" bezeichnet dieses Gedankenexperiment eine Art "Zeitstapel" bzw. "Jetzt-Stapel" bzw. "Jetzt-Linie", aus der z. B. Empathie entstehen kann. Alle Bewusstseine (vertikal) zum Zeitpunkt 1, die sich im selben Jetzt befinden und ggf. gegenseitig wahrnehmen, das gleiche Jetzt also erleben und u. U. sogar einander gemeinsam wahrnehmen.

Beispiel: Alle Bewusstseine (vertikal) aller Wesen zu einem Zeitpunkt, die sich im selben Jetzt gegenseitig wahrnehmen, das gleiche Jetzt erleben und einander gemeinsam wahrnehmen (siehe Illustration). Wichtig: Eine vertikale Zeitlinie beschreibt in dieser Modellierung keine Abfolge von Zeitpunkten sondern die Summe aller wahrnehmenden Bewusstseine zu einem bestimmten Zeitpunkt.

Zeitebene (horizontal)

Eine horizontale Zeitebene ergibt sich in dieser Modellierung aus der Summe aller horizontal parallelen, horizontalen Zeitlinien aller parallelen Bewusstseine eines bestimmten Bewusstseins, also alle horizontalen Zeitlinien aller anderen DUs, die jeweils primär die eigene Zeitlinie wahrnehmen. In der Illustration ist die horizontale Beispielzeitebene anhand von fünf horizontalen Zeitlinien dargestellt, in denen fünf verschiedene DUs parallel verschiedenen, ähnlichen oder gleichen Aktivitäten nachgehen (z. B.: Lesen, meditieren etc.).

Zeitebene (vertikal)

Eine vertikale Zeitebene ergibt sich in dieser Modellierung aus der Summe aller parallelen Bewusstseine aller Bewusstseine zu einem bestimmten Zeitpunkt, also alle DUs und alle ICHs und alle anderen Bewusstseine und deren parallelen Bewusstseine. Die vertikale Zeitebene kann man sich also als eine Art Querschnitt durch alle horizontal, parallel und vertikal angeordneten Zeitlinien vorstellen. Jeder Querschnitt, jede vertikale Zeitebene, kann potenziell unendlich groß sein. Man kann sich eine solche vertikale Zeitebene ansatzweise vorstellen, indem man die in der Illustration dargestellte vertikalen Zeitlinie (siehe Illustration: Die leuchtende Umrandung um die vier Bewusstseine deutet eine vertikale Zeitebene an) parallel ausdehnt analog zum Beispiel der horizontalen Zeitebene. Wichtig: Eine vertikale Zeitebene beschreibt in dieser Modellierung keine Abfolge von Zeitpunkten sondern die Summe aller wahrnehmenden Bewusstseine und aller parallelen Bewusstseine zu einem einzigen, bestimmten Zeitpunkt.

 

Aus den Grundlagen ergibt sich die Modellierung der Zeitscheibentorte 🎂

In diesem Gedankenexperiment entsteht die "Zeitscheibentorte" aus der Summe bzw. dem "Stapel" aller horizontalen Zeitebenen, also der Summe der Summen aller Bewusstseine. Man könnte daher auch von einem "Zeitvolumen" oder einem "Zeitebenen-Stapel" sprechen (siehe Illustration).

Theoretisch ist die Zeitscheibentorte natürlich nicht rund und auch nicht endlich, aber für eine kleine, gedankliche Perspektive auf die Zeit, parallele Realitäten oder z. B. das Konzept der Empathie (als bewusste Wahrnehmung der Wahrnehmung anderer Bewusstseine) bietet sie Ansätze, die individuell weiter ausmodelliert werden können. 

Wie könnte man dieses Gedankenexperiment für neue Erkenntnisse nutzen? Wenn jedes Bewusstsein eine eigene Zeitlinie hat und es parallele Bewusstseine und Zeitlinien gibt, könnte dann eine Person, die ich in meiner sagittalen Zeitebene erlebe von einem Zeitpunkt zum nächsten ein anderes paralleles Bewusstsein dieser Person sein, wenn sich deren horizontale Zeitebene verschiebt? Und wenn sich die horizontale Zeitebene relativ zu mir verschiebt, bedeutet das dann auch, dass diese Person mich nicht mehr erlebt (ohne es zu bemerken), weil sich auf der sagittalen Zeitebene, die diese Person erlebt, nun auch ein anderes, paralleles Bewusstsein befindet, das aussieht wie ich, jedoch eine andere, parallele Version von mir ist? 

Welche Fragen könnte man noch aus dem Gedankenexperiment ableiten? Wie könnte man das Gedankenexperiment erweitern und das Modell noch genauer machen?

Viel Spaß beim Vergrößern der unendlichen Zeitscheibentorte!